Bei winterlichen Temperaturen und Schneeregen ging es auf in den Borussia-Park, zum letzten Spiel der Hinrunde gegen den FSV Mainz 05. Die Stimmung im Stadion war durch die Kälte und dem Sonntag als Spieltag etwas gedämpfter. Tolle Bilder boten sich trotzdem, den das wiedererstarkte Fahnenmeer der Nordkurve ist ein Augenschmaus.
Das Spiel begann von beiden Teams ganz gut. Nachdem der erste Mainzer Angriff vorbei war, dauerte es auch nicht lange. Reus und Hanke kombinieren auf engstem Raum, die Rakete sieht Patrick Herrmann laufen und steckt den Ball passgenau zu. Herrmann musste nur noch den Fuss hinhalten und überwältigt Wetklo mit einem Tunnel. So stand es schon in der 5. Spielminute 1:0 für die Borussia, es war das schnellste Tor in dieser Saison.
Das Spiel verlief weiter ausgeglichen, vieles spielte sich im Mittelfeld ab. Der VfL liess wenig zu, agierte aber nicht so sicher wie gewohnt, wenn auch wesentlich besser als noch gegen Augsburg. In der ersten Halfte kam es zu keinen sonderlichen Highlights. Für die meiste Aufregung sorgte wahrscheinlich eher der Schiri, der das Publikum mehrmals mit fragwürdigen Entscheidungen gegen sich aufbrachte. So z.B. einen nicht gegebenen Elfmeter, nach Foul an Roman Neustädter.
Die zweite Halbzeit begann so, wie die erste vorbei ging. Doch Gladbach bot Mainz zusehens das Spiel an. Der VfL agierte teilweise unsicher und produziere viele Fehlpässe und wirkte insgesamt etwas verhalten. Zu einer guten Möglichkeit kam dann noch Juan Arango, der den Ball von Reus vorgelegt bekam, aber im Strafraum an Wetklo scheiterte. Gegen Ende des Spiels erarbeitete sich die Borussia nochmal eine Drangphase, schafften es aber nicht, den Ball im Tor unterzubringen. So sprangen gleich mehrere Borussen an einer scharf hereingezogenen Ecke vorbei.
In der 84. Spielminute kam es noch zu einer Schrecksekunde, Reus musste verletzt raus, nachdem er sich das Knie verdrehte, für ihn kam Bobadilla. Sein Einsatz im Pokal gegen Schalke ist aber nicht gefährdet.
Borussia brachte das hauchdünne 1:0 letztendlich über die Zeit und schloss die Hinrunde somit mit einem Erfolgserlebnis ab. Ob es nun die von Favre beschriebene nächste Stufe ist, auch mal ein schlechtes Spiel gewinnen zu müssen, muss abgewartet und vor allem auch bestätigt werden. Borussia hat sein Drecksspiel gewonnen und eine saubere Hinrunde hingelegt. Auf dem vierten Platz überwintern, ein ganz neues, ganz tolles Gefühl.
Jetzt noch eine Runde im Pokal weiterkommen, dann wär das perfekte noch perfekter.
geschrieben von Lars Päffgen
