geschrieben von Lars Päffgen
Borussia mischt weiter munter oben mit und lässt sich, von den heute aufgekommenen bzw. verstärkten Wechselgerüchten um Abwehrspieler Dante nicht aus der Ruhe bringen. Der FCB, der starkes Interesse an dem Brasilianer haben soll, musste heute also gewinnen um Platz zwei nicht zu verlieren. Da sie nur 0:0 gegen Freiburg spielten, ist nun der VfL Borussia Tabellenzweiter. Aber mal ehrlich, Borussia hat diesen Platz, die gesamte Saison über betrachtet, sowieso mehr verdient als die Bayern.
Arango wieder mit Traumtor
Das Spiel begann recht spritzig, so kam Juan Arango in den ersten Szenen schon zu einer guten Schussmöglichkeit, der Ball ging aber über die Latte. Auch diesmal setzte man die Zeichen schnell auf Sieg, schon nach neun Minuten versorgte Igor de Camargo Partick Herrmann mit einem schönen Steilpass. Ab durch die Mitte gelang es dem Flitzer, sich gegen Gegenspieler und Torwart durchzusetzen, das 0:1 für Borussia. Wieder ein Blitzstart des VfL. Wenige Minuten später, genauer in der 14. Minute, spielte Marco Reus erst einen Doppelpass mit de Camargo, ehe er den Ball brilliant in die Spitze auf den, von links heranlaufenden Arango spielte. Der Mann aus Venezuela schlenzte den Ball mit dem linken Aussenrist ins lange Eck. Traumhaft, der Mann hat ein Gefühl im Fuss, unglaublich.
Spiel nach zwanzig Minuten entschieden!?
Keine zwanzig Minuten waren also gespielt und der VfL führte souverän. Das erinnerte an letzte Woche, als man Schalke innerhalb der ersten 30 Minuten drei Tore einschenkte und das Spiel schliesslich beherrschte. Nach einer guten halben Stunde kam es dann aber doch noch zu einem Schockmoment. Nach einem Zweikampf, fällt Herrmann und fasst sich danach, mit schmerzverzerrtem Gesicht an die rechte Schulter. Der junge Wirbelwind und Schütze zum ersten Tor musste ausgewechselt werden. Für ihn kam der Australier Matthew Leckie. Im Nachhinein wurde ein Schlüsselbeinbruch diagnostiziert, Herrmann wird somit mehrere Wochen ausfallen. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte liess der VfL nichts anbrennen und ging so erneut ohne Gegentor in die Kabine.
Borussias Fans feierten auch am Betzenberg (Foto: jdp-fotos.com)
Das Spiel dümpelte dahin
Gladbach kam bei Wiederanpfiff schnell vor das Tor der Pfälzer. Arango flankte in den Strafraum, de Camargo setzte seine Kopfballabnahme aber weit neben das Tor. Das Spiel dümpelte etwas vor sich hin, der 1. FCK bemühte sich zwar, aber so richtig gefährlich schien es nicht mehr zu werden. Bis zur 63. Spielminute, als Jessen seinen ersten Bundesligatreffer markierte und was für einen: Vor der äusseren linken Strafraumecke zog er per Dropkick ab und der Ball flog wie ein Strich in den oberen, langen Winkel.
Lautern drehte nochmal auf
Von nun an drehte sich das Spiel, Borussia fand nur noch wenig Mittel, sich mal Luft und Raum zu verschaffen. Das Spiel fand ab diesem Zeitpunkt überwiegend in der Gladbacher Hälfte statt. Doch die Abschlussschwäche der Lauterer besiegelte den nächsten Auswärtssieg der Borussen. Einen Sieg, der in Hälfte eins souverän und in Hälfte zwei dreckig erkämpft wurde. Ein komisches Gefühl dürfte Matthew Leckie gehabt haben, nachdem er in der 38. Minute eingewechselt wurde, musste er zur 82. Minute auch schon wieder raus. Seine Leistung war relativ schwach, heute hat er nicht ins Spiel gefunden. Für ihn kam Oskar Wendt, der für ordentlich Wirbel sorgte, da drängt sich jemand mächtig auf.
Für Favre war es das 34 Spiel mit Borussia Mönchengladbach und er hat sich mit den Ergebnissen statistisch zu Borussia´s bestem Trainer aller Zeiten gemacht. Jetzt fehlen nur noch die Titel!
