Ein bisschen erinnert das Ganze schon an die letzten Spiele der letzten Saison. Dort hatte man auch desöfteren das Glück, dass wenn man nicht gewonnen hat auch die Konkurrenz Federn liess. Auch darum war die Relegation erst möglich. Nun hat Borussia "nur" ein 0:0 in Wolfsburg gespielt und was macht die Konkurrenz? Auch Schalke und Bayern spielten Remis, einzig Meister BVB konnte einen Dreier einheimsen. So bleibt der VfL weiter nur einen Punkt hinter dem zweit- und drittplatzierten.
Nun zum Spiel, welches man in aller Kürze zusammenfassen kann.
Borussia startete das Spiel recht gut, man hatte mehr Ballbesitz, doch gefährlich vor das Tor kam in der ersten Hälfte nur Patrick Herrmann, der aber aus spitzem Winkel verzog, Alternativen hatte er dabei nicht. Auch Wolfsburg kam kaum vor unser Tor. In der 36. Spielminute schickt Herrmann Mike Hanke auf den Weg und dieser netzt auch ein, leider pfiff der Schiedsrichter Abseits, was aber eine Fehlentscheidung war. So ging es 0:0 in die Halbzeitpause.
Magath veränderte sein Team zu Beginn der zweiten Hälfte, die Zeichen standen klar auf mehr Offensivdrang. Die Rechnung ging auch auf, Borussia hatte sichtlich Mühe mit dem aggressiven Wolfsburger Spiel. Doch die Defensive und ter Stegen verhinderten schlimmeres. Eine gute Chance hatte u.a. Felipe, nach einer Ecke, der Kopfball ging knapp über das Quergebälk.
Die grösste Chance im gesamten Spiel hatte aber Marco Reus, dieser erhielt einen Steilpass von Herrmann und zog alleine vor das Tor der Wölfe. Die Situation war wie geschaffen für die Rakete, doch diesmal spielte er es nicht gewohnt eiskalt ab. Er versuchte mit dem Aussenrist ins lange Eck zu schlenzen, verzog den Ball aber völlig. Schade, Hanke war mitgelaufen, Reus hätte nur quer legen müssen, dann wäre die Sache geritzt gewesen. Aber so spielte Borussia "nur" 0:0.
Borussenfans froren für ihren Verein (Foto:pugbowler.de)
Auf die Frage, ob das nun ein Rückschritt war, antwortete Lucien Favre lachend "Sind sie verrückt!?" Genauso ist es, das war kein Rückschritt, sondern ein weiterer in die richtige Richtung. Das Magathsche "Ersatzteillager" machte uns mehr Probleme als Bayern oder Stuttgart und so kann man das Remis durchaus positiv sehen. Das Unentschieden war vollkommen verdient und stellt absolut keinen Beinbruch dar. Vor allem dann nicht, wenn man sieht, das Bayern und Schalke ihren Vorsprung auch nicht ausbauen konnten. Die hinter uns liegenden Teams sind zur Zeit neun Punkte von uns entfernt. Bremen könnte am heutigen Sonntag noch verkürzen. Also, alles ist doch in bester Ordnung.
Jetzt gilt es, alle Konzentration auf das Viertelfinale im DFB-Pokal zu legen. Denn nur über Berlin geht es nach Berlin.
geschrieben von Lars Päffgen
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